Vorwort
Gewandt und sicher auftreten
Auf Einladungen und als Gastgeber glänzen
Sich bei Tisch perfekt benehmen
Wie Sie sich angenehm unterhalten
Stichwortverzeichnis
Inhaltsverzeichnis downloadenLässt sich Sympathie einfach „machen"? Einerseits nein. Sympathie lässt sich nicht machen - gerade in Situationen, in denen Sie einem Menschen das erste Mal gegenüberstehen. Denn ob Sie einer anderen Person sympathisch sind (und sie Ihnen), entscheiden Sie nicht bewusst, sondern Areale
Ihres Gehirns, die zwischen Freund und Feind unterscheiden - wie zu Urzeiten und da musste es verständlicher Weise sehr schnell gehen. Daher läuft dieser Prozess blitzschnell ab. Schon in wenigen Sekunden sind die Weichen gestellt. Und schließlich ist der Prozess sehr komplex.
Dennoch sind Sie Ihrem Unbewussten nicht vollkommen ausgeliefert. Sie haben, wie der Psychologe Hans-Georg Häusel („Think Limbic", Haufe Verlag) feststellt, innerhalb der unbewussten Reaktion einen weiten Entscheidungsspielraum, da der Prozess so komplex ist und alle Details nun auch nicht
unbewusst geregelt sein können. Und da es beim Thema Sympathie um mindestens zwei Personen geht, potenziert sich die Anzahl der ungeregelten Details. Darin liegt Ihre Chance zur Sympathie.
Bilden Sie Ihre Höflichkeit
Der Spielraum, den die bewussten Entscheidungen innerhalb der unbewussten Reaktionen haben, ist der Ansatzpunkt: Hier können Sie den höflichen Umgang weiter ausbilden, um mehr Menschen in fast allen Situationen sympathisch zu sein. Und zwar indem Sie lockerer werden, an innerer Souveränität
gewinnen und Ihr Gegenüber respektieren. Lockerheit, Souveränität und Respekt sollten sich in Ihren Umgangsformen ausdrücken, und zwar nicht erst, nachdem Sie „warm gelaufen" sind, sondern schon von Anfang an, wenn Sie jemandem begegnen.
Denn der erste Kontakt, die ersten Sekunden, prägen den Verlauf einer Begegnung ganz außerordentlich.
Lockerheit, Souveränität und Respekt sind aber noch sehr allgemeine Begriffe. Deswegen gehen wir ins Detail und versuchen herauszufinden, welche Aspekte bei einer ersten Begegnung wichtig sind.
Wie war das beim ersten Mal?
Dafür bitte ich Sie zu überlegen, was Ihnen in Erinnerung ist von z. B. der ersten Begegnung mit Ihrem Chef (oder Ihrer Chefin) oder mit einem Kunden ... (Um die Situation wieder in Erinnerung zu rufen, überlegen Sie zuerst: Zu welchem Anlass war das? Wie bin ich dorthin gekommen? Wie war dort die Situation?) Nehmen Sie dann Stift und Zettel zur Hand und notieren Sie der Reihe nach, was für einen ersten Eindruck Sie von dieser Person hatten.
Vergleichen Sie nun das Ergebnis Ihrer Erinnerung mit der hier geschilderten Begegnung. Natürlich nicht in der direkten Beschreibung, aber von den Gesichtspunkten her werden sich wahrscheinlich einige von diesen auch bei Ihnen finden: Und wenn sie sich ähnlich sind, dann war es sicher ein sehr sympathischer erster Eindruck, den Sie hatten:
1 Sie waren beruhigt, weil Ihr Gegenüber sich für Sie erhoben hatte
2 und angenehm überrascht, weil er sogar Ihren Namen wusste.
3 Dann war sein Händedruck fest und herzlich
4 und er lächelte Sie freundlich an.
5 Wie er sich kleidete, bestach durch eine leger individuelle Note
6 und Sie verspürten einen dezenten Duft.
Diese sechs Punkte sind zentrale Aspekte, auf die wir im Folgenden weiter eingehen. Zentral sind sie deswegen, weil fast alle Sinne berücksichtigt sind - und das Empfinden für soziale Hierarchien: der Tastsinn (Handschütteln), der Sehsinn (Blick in die Augen und auf die Kleidung), der Geruchssinn (Körpergeruch) und das Gefühl der Gleichrangigkeit (Erheben) und das Entgegenkommen (Nennung des Namens).
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Horst Hanisch ist als Seminarleiter und Trainer tätig und veranstaltet firmeninterne und offene Seminare zu Themen wie z.B. "Business-Etikette", "Wie ist man/frau was?", "Selbstbewußtes und sicheres Auftreten", "Präsentieren und Rhetorik", "Erfolg beginnt im Kopf". Er ist Mitglied der gastronomischen Akademie Deutschlands.