INHALT
Die häufigsten Fragen zur Altersteilzeit
Workflow: Altersteilzeit So gehen Sie vor
1 Wie führen Sie ein Beratungsgespräch?
Mitarbeitergespräch 1: Information zur Altersteilzeit
mit Gesprächsleitfaden
Mitarbeitergespräch 2: Vorläufiger Vertragsabschluss in Altersteilzeit
mit Gesprächsleitfaden
Checkliste: Mitarbeitergespräch über Altersteilzeit
2 Basiswissen für die Abrechnung mit Beispielen
2.1 Was bedeutet Altersteilzeitbrutto?
2.2 Was bedeutet Unterschiedsbetrag bezogen auf die Rentenversicherung?
2.3 Was bedeutet Regelarbeitsentgelt?
2.4 Was bedeutet beitragspflichtige Einnahme bezogen auf die Rentenversicherung?
2.5 Was passiert mit der privaten Krankenversicherung?
2.6 Wie wirkt sich der Progressionsvorbehalt aus?
3 Abrechnungsbeispiele
Beispiel 1: Gesetzliche Aufstockung (Altfall)
Beispiel 2: Gesetzliche Aufstockung (Neufall)
Beispiel 3: Tarifliche Aufstockung zu 85 % (Altfall)
Beispiel 4: Tarifliche Aufstockung zu 85 % (Neufall)
Beispiel 5: Gesetzliche Aufstockung mit Firmenwagen (Altfall)
Beispiel 6: Gesetzliche Aufstockung mit Firmenwagen (Neufall)
Beispiel 7: Tarifliche Aufstockung zu 83 %, mit Firmenwagen (Altfall)
Beispiel 8: Tarifliche Aufstockung zu 83 %, mit Firmenwagen (Neufall)
Beispiel 9: Gesetzliche Aufstockung, Sonderzahlung (Altfall)
Beispiel 10: Gesetzliche Aufstockung, Sonderzahlung (Neufall)
Beispiel 11: Tarifliche Aufstockung zu 40 %, Sonderzahlung (Altfall)
Beispiel 12: Tarifliche Aufstockung zu 40 %, Sonderzahlung (Neufall)
Beispiel 13: Der Arbeitnehmer hat eine betriebliche Altersvorsorge (Altfall)
Beispiel 14: Der Arbeitnehmer hat eine betriebliche Altersvorsorge (Neufall)
Beispiel 15: Der Arbeitnehmer erhält eine BAV als Entgeltumwandlung (Sonderzahlung, Tarif 83 %, Altfall)
Beispiel 16: Der Arbeitnehmer erhält eine BAV als Entgeltumwandlung (Sonderzahlung, Tarif 83 %, Neufall)
4 Meldungen zur Sozialversicherung
4.1 Übersicht: Meldegründe und Meldeschlüssel
4.1 Wie melden Sie die RVAufstockung bei Bezug von Entgeltersatzleistungen?
5 Wiederbesetzung des Arbeitsplatzes
5.1 Erfüllung der Wiederbesetzungspflicht
5.2 Umsetzungskette bei Wiederbesetzung
5.3 Wiederbesetzung durch einen arbeitslos gemeldeten Arbeitnehmer
5.4 Wiederbesetzung durch einen Ausgebildeten
5.5 Wiederbesetzung durch einen Auszubildenden
6 Erstattungsleistungen der Bundesagentur für Arbeit
6.1 Voraussetzung für die Erstattungsleistungen
6.2 Festlegung der Förderbeträge
6.3 Wie lange werden Leistungen gewährt?
6.4 Wann entfällt der Förderanspruch?
6.5 Wann ruht der Förderanspruch?
6.6 Wann erlischt der Förderanspruch?
7 Auswirkung der Altersteilzeit auf die Rente
7.1 Die Altersrentenarten im Überblick
7.2 Voraussetzungen für die Altersrente nach Altersteilzeit (§ 237 SGB VI)
8 Soziale Absicherung
8.1 Entgeltersatzleistungen der Agentur für Arbeit
8.2 Entgeltersatzleistungen anderer Leistungsträger
8.3 Krankengeldanspruch während der Altersteilzeitarbeit
8.4 Insolvenzsicherung des Wertguthabens (§ 8a AtG)
9 Störfälle
9.1 Eintritt eines Störfalls
9.2 Beiträge und Beitragssatz im Störfall
9.3 Faktoren für die Beitragsberechnung im Störfall
9.4 Beispiele zu unterschiedlichen Störfällen
10 Altersteilzeit und Zeiten der Arbeitsunfähigkeit
10.1 Entgeltfortzahlung zu Beginn der Altersteilzeitarbeit
10.2 Krankengeldzahlung zu Beginn der Altersteilzeitarbeit
10.3 Was leistet die Antragspflichtversicherung?
11 Verwendung des Wertguthabens für eine betriebliche Altersvorsorge
11.1 Berücksichtigung des alternativen Verwendungszwecks
11.2 Anforderung an die betriebliche Altersversorgung
Arbeitsmittel zur Altersteilzeit
Vertragsmuster mit Erläuterungen
Muster 1: Vertrag für Altersteilzeitarbeit (unverblockte Arbeitszeit)
Muster 2: Vertrag für Altersteilzeitarbeit (verblockte Arbeitszeit)
Muster 3: Betriebsvereinbarung zur Altersteilzeit
Anleitung zum AltersteilzeitRechner
Hinweise zu den Antragsformularen
Stichwortverzeichnis
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Die Regelungen zur Altersteilzeit sind selbst für Personaler eine komplizierte Materie. Versetzen Sie sich in die Lage ihres Mitarbeiters, der in Altersteilzeit gehen möchte und für den selbst seine Gehaltsabrechnung in Vollzeit nicht leicht zu durchschauen ist. Damit der Mitarbeiter Ihnen vertraut, dass er tatsächlich während der Altersteilzeit den Auszahlungsbetrag überwiesen bekommt, den Sie ihm berechnet haben, ist es sehr wichtig, dass Sie sich die Zeit nehmen und mit dem Mitarbeiter ein intensives Informations- und Beratungsgespräch führen. Bis zum Abschluss eines Arbeitsvertrags in Altersteilzeit werden Sie mit Ihrem Mitarbeiter (mindestens) zwei Gespräche führen: In dem ersten Gespräch steht die Information des Mitarbeiters zur Altersteilzeit im Mittelpunkt. In dem zweiten Gespräch geht es um die Einzelheiten des neuen Arbeitsvertrags und der Gehaltsabrechnung in Altersteilzeit. Am Ende dieses Kapitels finden Sie Gesprächsleitfäden, die Sie zur Vorbereitung und während der Gespräche einsetzen können.
Mitarbeitergespräch 1: Information zur Altersteilzeit
Vereinbaren Sie mit dem betreffenden Mitarbeiter einen ersten Termin für ein Informationsgespräch zur Altersteilzeit. Sie können Ihren Mitarbeiter schon vor dem ersten Gespräch fragen, warum er in Altersteilzeit gehen möchte und was er sich darunter vorstellt. Das erste Gespräch dient vor allem der Information des Mitarbeiters. Achten Sie aber darauf, dass Sie ihn nicht mit zu vielen Einzelheiten überfordern.
Tipp: Notieren Sie sich bereits nach dem ersten Kontakt zu Ihrem Mitarbeiter Stichpunkte, um in dem ersten Gespräch, daran anknüpfen zu können.
1.1. Schritt: Zum Thema Altersteilzeit informieren
Stellen Sie Ihrem Mitarbeiter in Grundzügen dar, was Altersteilzeit ist. Erklären Sie ihm, dass es sich hierbei um einen „gleitenden Übergang" in den Ruhestand handelt.
Tipp: Sagen Sie Ihrem Mitarbeiter, dass Sie sich freuen, wenn er endlich mehr Zeit für seine Familie, Hobbys und Reisen hat. So stellen Sie einen persönlichen Bezug zu Ihrem Mitarbeiter her und schaffen eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre.
Erläutern Sie auch den politischen Hintergrund der Altersteilzeit: Die Altersteilzeit wurde eingeführt, um älteren Arbeitnehmern die
Möglichkeit zu geben, früher in den Ruhestand zu gehen. Mögliche Veränderungen im Unternehmen muss er nicht mehr mit bewältigen. Jüngeren Arbeitnehmern wird durch die Altersteilzeit der Weg geebnet.
2. Schritt: Auswirkungen auf das Gehalt des Mitarbeiters erläutern
Im zweiten Teil des Gesprächs stellen Sie in einfachen Grundzügen dar, wie sich die Altersteilzeit allgemein auf das Gehalt auswirkt.
Informieren Sie den Mitarbeiter darüber, dass bei einer Reduzierung der Arbeitszeit um die Hälfte im kontinuierlichen oder im Blockmodell das Gehalt dennoch ca. 70 % des Vollzeitnettos (Tarif hier bereits ansprechen) betragen wird. Erwähnen Sie noch nicht die Aufstockung zur Rentenversicherung, es sei denn der Mitarbeiter fragt gezielt danach.
3. Schritt: Rückmeldung des Mitarbeiters einholen
Nun fragen Sie Ihren Mitarbeiter, welchen Eindruck dieses Altersteilzeit-Modell auf ihn macht. Bieten Sie ihm an, sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen, um einen zweiten Gesprächstermin zu vereinbaren.
4. Schritt: Einen neuen Gesprächstermin vereinbaren und vorbereiten
Informieren Sie den Mitarbeiter kurz über die Inhalte des geplanten zweiten Beratungsgesprächs. Weisen Sie ihn darauf hin, dass er bei der für ihn zuständigen Deutschen Rentenversicherung einen Termin vereinbaren soll, um sich seinen Rentenauszug aushändigen und seine möglichen Rentenzugänge vorrechnen zu lassen. Kurz vor dem zweiten Gesprächstermin nehmen Sie mit dem Mitarbeiter nochmals Kontakt auf und bitten ihn, diese Unterlagen der Deutschen Rentenversicherung zum zweiten Gesprächstermin mitzubringen. Laden Sie den Sachbearbeiter aus der Lohnabteilung zu dem zweiten Gesprächstermin ein, damit er dem Arbeitnehmer die Auswirkungen der Altersteilzeit auf sein Gehalt erläutern kann.
Vorbereitung für den zweiten Gesprächstermin
Diese Unterlagen sollten Sie zum zweiten Gespräch mitbringen:
Alle Unterlagen, die Sie für das zweite Mitarbeitergespräch benötigen, finden Sie auf der CD-ROM. Die Checkliste „Mitarbeitergespräch über Altersteilzeit" finden Sie auch ab Seite 28 im Buch.
| Vollständige Leseprobe als PDF |
Betriebssysteme: Windows® 98/ME/2000/XP oder höher Pentium-Prozessor oder Äquivalent ab 400 MHz, 64 MB RAM, CD-ROM-Laufwerk, VGA-Grafikkarte, 100 MB freier Festplattenspeicher (je nach Umfang/Art der Installation)
Christiane Droste-Klempp ist Volkswirtin M.A., Personalmanagementberaterin und Referentin zum Thema Altersteilzeit.